Tourbericht:

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Walibi Holland 
15. Mai 2011
 
 
Teilnehmer:
Christine, Marco

Nicht im Bild: Petra, Andreas


 

Tourbericht:

Hallo Niederlande... Wir kommen! Das war der Plan bei unserer Tour am 15. Mai 2011. Es war bereits seit längerem geplant den Park in Biddinghuizen mal wieder zu besuchen. Schließlich hat sich hier in den letzten Jahren so einiges getan und verändert. Der Park erhielt ein neues Layout, ein neues Logo und einige der bereits vorhandenen Achterbahnen bekamen eine Generalüberholung. Das sind zahlreiche Gründe für einen erneuten Besuch der Coaster Junkies Germany.

Gegen 9 Uhr starteten also zwei Autos in Richtung Holland und um ca. 11:00 Uhr waren wir auch schon da. Wäre da nicht die niederländische Geschwindigkeitsbegrenzung von 120 km/h auf den Autobahnen, hätten wir es fast zur Parköffnung geschafft. Ein ganzer Tag voller netter Bahnen und jeder Menge Spaß stand uns bevor.

Eigentlich waren für diese Tour zwei Tage angesetzt, doch stellten wir leider kurz vor Reiseantritt fest, dass unser Ziel - "Walibi Holland" am 16.05.2011 geschlossen ist. Warum auch immer?! So blieb uns also nicht anderes übrig, als eine Eintagestour zu machen.

Das Wetter hielt sich, trotz der eher schlechten Wettervorhersage, den ganzen Tag gut. Kein einziger Tropfen kam vom Himmel und die Temperaturen waren auch noch recht angenehm. Zumindest für die männlichen Reiseteilnehmer... das Frauen auch bei 20 Grad frieren können, ist ja kein Geheimnis :-)

Eine Neuheit gab es bei unserer Tour noch. Obwohl er bereits schon einmal bei einer Tour dabei war, ist es nun ganz offiziell. Andreas ist nun anerkannter Coaster-Junkie. Da er nicht unbedingt ein Fan der großen Thrill-Rides ist, hat er sehr oft auf uns warten müssen. Gut für unsere Taschen, aber manchmal schlecht für unser Gewissen. Daher ist es nun beschlossene Sache... Andreas ist seit dem 15.05.2011 erstes offizielles Mitglied des Coaster-Junkie Germany Bodenpersonals. :-)

Gegen 18:00 Uhr war der wunderbare Tag dann auch schon wieder vorbei. Nicht weil wir nicht mehr wollten oder konnten... weil der Park nicht länger geöffnet war. Das versteht sich aber von selbst. Danach sind wir noch in einem kleinen netten Restaurant in der Nähe eingekehrt und haben die gemeinsamen Stunden ausklingen lassen.


Parken:

Bei unserer Ankunft stellten wir erstaunlicher Weise fest, dass der Parkplatz nicht sehr voll war. Ein netter Parkeinweiser zeigte uns den Stellplatz. Wir waren recht nah am Eingang und schnell gingen wir zum Haupteingang. Im "Walibi Holland" muss man nicht sofort bei Einfahrt bezahlen, sondern kann sowohl mit dem Ticketkauf, aber auch nachher den Obolus entrichten.

Vielleicht ist Obolus aber eher das falsche Wort, denn übersetzt aus dem Alt-Griechischen heißt es "kleine Münze". Klein kann man leider zu den Parkgebühren mal so gar nicht sagen, denn mit Euro 7,50 pro PKW ist das schon eine satte Summe. Spitzenreiter der bisherigen europäischen Parks!

 
Eintritt und erster Eindruck:

Auf den ersten Eindruck konnte man heute besonders gespannt sein, denn schließlich hatten die Verantwortlichen das gesamte Layout inklusive des Parknamens geändert. Was vorher "Walibi World" hieß, ist nun "Walibi Holland. Der Haupteingang ist natürlich gleich geblieben, mal abgesehen von den veränderten Farben.


Neuer Eingang


Alter Eingang

Die Kassenmitarbeiter sprachen zwar eher gebrochen deutsch, man konnte sich aber sehr gut verständigen. Geburtstagskinder haben freien Eintritt... und eines hatten wir sogar dabei. Wo könnte man schließlich besser ein Lebensjahr beginnen, als in einem Freizeitpark. Somit bleibt zu sagen... Stimmung gut, erster Eindruck gut...

 
Personal:

Ein auffallend positiv gestimmtes Personal erwartete uns im gesamten Park. Schlechte Laune gab es hier eigentlich nirgendwo. Man hatte durchweg den Eindruck, dass das Arbeiten hier viel Spaß macht. Einige waren zwar auch neutral und mehr oder weniger mit ihrer Tätigkeit beschäftigt, doch war es heute sehr sehr einfach einen Mitarbeiter des Tages zu benennen.

Mit einer unglaublich sympathischen und vor allem lustigen Art unterhielt der Haupt-Operator der Bahn "Goliath" die Leute. Schon morgens begann er seine Späße und auch am Abend war er guter Laune und brachte die Besucher zum Lachen. Somit ganz eindeutig:

MITARBEITER DES TAGES:   Lucas (Operator "Goliath")

 
Sauberkeit im Park und auf den sanitären Anlagen:

Der Park war ordentlich und Müll konnte man eigentlich nirgendwo entdecken. Lediglich viele Zigarettenreste waren auf und neben dem Weg zu finden. Es ist aber auch kein großes Wunder, da es nahezu im gesamten Park keinen einzigen Aschenbecher gibt. Eine Fehlplanung, das muss man so deutlich einschätzen.

Die Toiletten waren alle in einem sehr sauberen Zustand. Es war nicht viel los, was aber das Pflichtbewusstsein der Reinigungskräfte nicht schmälern soll. Außerdem musste man nicht lange suchen, wenn man denn musste.
 

 
Zuverlässigkeit der Attraktionen:

Die Achterbahn "XPress" war außer Betrieb. Dies konnte man aber auch schon vorher auf der Webseite des Parks lesen. Somit keine Überraschung und wir waren darauf eingestellt. Die Non-Coaster hatten keinerlei Ausfälle zu verzeichnen.

Gegen 15:30 Uhr wollten wir die neu gestaltete Achterbahn "Speed of Sound" probieren und mussten leider wegen eines technischen Defekts erstmal warten. Dieser war aber sehr schnell wieder behoben und so kamen wir doch nicht zu unserem Ride.

 
Zeitverlust durch Anstehen:

Es gibt hier keinen Schnellzugang durch Pässe oder ähnliche Gerätschaften. Da aber während unseres gesamten Besuchs die Gästezahlen in einem sehr überschaubaren Rahmen blieben, hatten wie kaum Zeitverlust durch Anstehen. Lediglich am Anfang haben wir bei der "Robin Hood" ein wenig länger stehen müssen. "Goliath" war teilweise so leer, dass man sitzen bleiben konnte.

 
Essen & Trinken:

Für das Essen am heutigen Tag war unser Bodenpersonal zuständig. Der gute Andreas hat so ziemlich alles ausprobiert und große Kritik konnten wir seinen Beschreibungen nicht entnehmen. An der "Hacienda" haben wir dann alle unsere Hauptmahlzeit zu uns genommen. Die Pommes waren o.k. aber dazu gab es noch etwas, dass wir bei Anblick der Tafeln als Nuggets ausmachten. Leider hatte das mit Nuggets ungefähr so viel zu tun, wie Michael Jackson mit Deutschem Schlager. Es muss eine ganz besondere Spezialität in Holland sein. So etwas hatten wir zuvor alle noch nie gesehen. Übrigens  - es schmeckte grauenhaft und sah mindestens auch genauso grauenhaft aus.

 
Gesamteindruck Park:

Der Park ist das größte Freizeitgelände in den Niederlanden und recht weitläufig. Die Wege sind aber alle gut beschrieben, so dass man sich schnell zurecht finden kann. Lediglich der Eingang der "Goliath" ist noch immer sehr versteckt in einer Sackgasse. Mit ein bisschen Gespür und einem aktuellen Parkplan sollte das aber kein Problem sein.


MainStreet


La Grande Roue


Merlin´s Magic Castle


Der Möwen-Spion

 
Achterbahnen:

Die Zahl der Rollercoaster wurde zur Saison 2011 um eine Bahn reduziert. Der legendäre "Flying Dutchman" ist nicht mehr vorhanden und wir waren schon ein bisschen enttäuscht. Zählte er doch zu den eher besseren Wilde Maus Achterbahnen. XPress, ein definitives Highlight im Park ist offenbar für längere Zeit außer Betrieb. Die eigentlichen Eingangstüren waren mit Brettern vernagelt.  Neuigkeiten in diesem Bereich gab es zwar nicht, dennoch aber ein paar Umgestaltungen. Aus "Wok´s Waanzin" wurde "Rattlesnake" und aus "La Via Volta" wurde zur neuen Saison "Speed of Sound" - einer der besten Shuttle Coaster!


Goliath


Robin Hood


El Condor


Rattlesnake


Speed of Sound

 
Non-Coaster:

Heute standen nicht nur Achterbahnen auf unserem Plan, sondern auch noch die anderen tollen Highlights im Park. So probierten unsere weiblichen Junkies den FreeFall "Space Shot" aus. Es ging nicht ganz bis in den Space, doch fanden unsere Damen - "es hätte ruhig noch extremer sein können". Das starke Geschlecht sind eben doch irgendwie die Frauen... Männer, gebt es ruhig man zu... Finger kreuzen nicht vergessen! :-)

Außerdem waren wir Gast in den beiden Wasserbahnen und sind noch einigermaßen durchgekommen. Kaum nasse Sachen, aber unglaublich viel Spaß.


Space Shot


CJG Christine und CJG Petra


El Rio Grande


Crazy River

 
Sonstiges:

Einige Bereiche wurden umgebaut und aus unserer Sicht auch verbessert. Es gibt zahlreiche schöne Themenbereiche und die Bahnen wurden viel besser integriert, als in der Vergangenheit.

 
Neuheiten:

Es gibt die Umgestaltung der ehemaligen "La Via Volta" und der ehemaligen Marienkäferbahn in "Rattlesnake". Richtige Neuheiten sind zu dieser noch jungen Saison leider Fehlanzeige.

 

Fazit:

Ein mehr als gelungener Tag. Für alle war etwas dabei und die allgemein positive Stimmung mit dem Wetterglück brachte uns einen der besten Parktouren-Tage seit langer Zeit. "Walibi Holland" ist definitiv eine Reise wert und das es auch in einem Tag geht, haben wir ja bewiesen.


Was uns außerdem noch super gefällt:

Die Sauberkeit und auch die Arbeitseinstellung des Parkpersonals ist vorbildlich und sollte auch in anderen Parks selbstverständlich sein. Ist es aber zum Teil nicht. Vor allem der schon erwähnte Lucas ist an diesem Tag unser Held.

Direkt am Eingang gibt es einen "Ride Scanner" für die Kids. Hier prüft ein Mitarbeiter des Parks die Kinder auf Körpergröße und verteilt dann entsprechende Armbänder. So ist 100% klar, welche Attraktionen sie fahren dürfen und welche nicht. Eine tolle Idee...
 

 
Konstruktive Kritik:

Es gibt nirgendwo Aschenbecher, aber reichlich Mülleimer. Leider bleibt hier keine andere Wahl, als die Restkippen auf den Boden zu werfen. Wohin denn auch damit... diese Frage stellten wir uns öfter. Die Parksauberkeit könnte noch einmal dramatisch erhöht werden, wenn man diese kleinen Abasch- und Restebehälter künftig einsetzen würde.

Noch ein weitere Punkt ist uns aufgefallen. Das Angebot der Merchandise-Artikel ist nicht unbedingt üppig. Hier könnte man auf jeden Fall noch mehr machen. Besonders in Sachen Shirts, z.B. von der "Goliath" oder auch bei Kleinigkeiten wie Tassen oder Keyholder sieht es hier eher mau aus.

 
Fotos:
 
   
   
   
   


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