Tourbericht:

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Toverland
19. Oktober 2011 - Niederlande Tour Tag 1
 
 
Teilnehmer:
Carsten, Sören, Elisa, Marco, Carsten


 

Tourbericht:

Samstag, 19. November 2011... eigentlich ein trostloses Wochenende für Freizeitparkfans, doch in einem Land, nur wenige Kilometer von Deutschland entfernt, gibt es gleich zwei Lichtblicke. "Toverland" und auch "De Efteling" bieten Spaß für 365 Tage im Jahr. Eine Eigenschaft, die sich die Betreiber in unserem Ländle durchaus abschauen dürfen. Demnach war es fast schon selbstverständlich, dass es eine Tour in die Niederlande lange überfällig war.

Gedacht, geplant, gesagt und getan! Da machten wir uns schon in den frühen Morgenstunden, bei strahlendem Sonnenschein, auf den Weg in Richtung Landesgrenze. Um 10:00 Uhr sollte der Park "Toverland" öffnen und wir hatten um 10:30 Uhr einen äußerst wichtigen Termin in unserem Tourplan vermerkt. Gemeinsam mit dem Marketingmitarbeiter des Parks haben wir als ersten Programmpunkt des Tages eine "Troy" Backstage-Tour für unsere Gruppe erhalten. Wir warteten am Eingang dann auf Patrick, der u.a. für die Technik und Wartung der legendären Holzachterbahn aus dem Hause GCI verantwortlich ist und machten uns auf den Weg.

Backstage-Tour:
Patrick entführte uns zunächst in das Herzstück der Bahn - die Werkstatt. Hier erhielten wir eine erste Einführung und ein paar wichtige Daten zum Coaster und zu den täglichen Abläufen. Der Arbeitstag eines Technikers beginnt nicht etwa mit Parköffnung, sondern schon zwei Stunden vorher. Um 08:00 Uhr wird einmal die gesamte Strecke abgelaufen, dabei überprüft man die Bolzen, Schrauben und das Öl, welches die Schienen geschmeidig halten soll. Es gibt Probefahrten und täglich wird das Notstop-System kontrolliert. Mit diesen Sicherheitsmaßnahmen ist dann ab 10 Uhr für alle Besucher die maximale Sicherheit gewährleistet und der Tag kann beginnen. Zudem gibt es noch die jährlichen Wartungen, bei denen sämtliche Waggons in Einzelteile zerlegt werden und "wenn nichts übrig bleibt, haben wir alles wieder richtig zusammen gebaut" sagte Patrick mit einem verschmitzen Lächeln.

Dann ging es raus an die frische Luft und wir begutachteten hautnah das Bremssystem der Bahn. Dazu gingen wir ein Stück über die Schienen, während der Zug in der Station kurz warten musste. Auch unten durften wir noch einmal Wege beschreiten, die so manchen Achterbahnfan neidisch machen dürften. Wir gingen mitten durch den Holzbau, konnten atemberaubende Fotos und auch Videos erstellen. Schließlich kamen wir noch zum "Point of Death", der wohl wichtigste Teil der gesamten Achterbahnstrecke. Hier sind spezielle Holzbalken angebracht, die sich bei Durchfahrt des Zuges bewegen und das Bauwerk flexibel machen. Hier muss ganz besonders auf 100% Sicherheit geachtet werden, den wenn hier etwas schief geht, dann kommt es wirklich zu einer Katastrophe und die Kurve fällt einfach um. Natürlich kann das nicht wirklich passieren, aber der Name dieser Stelle lässt einen zumindest kurz grübeln.

         

Nach gut einer Stunde war die herausragende und unfassbar interessante Führung zu Ende und kurz machte Patrick mit uns eine kleine Zugabe bei dem Coaster "Booster Bike". Er erklärte uns noch ein paar technische Finessen der Abschussbahn und verabschiedete sich dann von unserer Gruppe in Richtung seiner 2. Heimat und seiner Leidenschaft "Troy". Das "Toverland" kann sich glücklich schätzen, solch einen Mitarbeiter an Bord zu haben. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank Patrick!


Nach einem kurzen Rundgang über das Parkgelände, begann für uns dann der zweite Teil des Tages und natürlich machten wir uns sofort auf den Weg zu "Troy" um nun wieder die andere Perspektive zu begutachten und zu natürlich auch zu genießen. Es folgten die beiden weiteren Achterbahnen "Booster Bike" und "Boomerang" sowie zahlreiche andere Attraktionen. Der Tag ging mal wieder viel zu schnell vorbei und es wurde Abend. Schweren Herzens, aber mit einem wundervollen Erlebnis im Gepäck machten wir uns auf den Weg in Richtung Eindhoven zu unserem Hotel. Schließlich war ja erst Halbzeit...


Anfahrt und Parken:

Obwohl heute mit der Sonderveranstaltung "Pietenjacht", dem niederländischen Nikolausfest, eine große Anzahl an Besuchern erwartet wurde, war sowohl die Anfahrt, als auch der Weg zum Parkplatz ohne Schwierigkeiten und wir waren nicht weit vom Haupteingang entfernt. Parkeinweiser gab es keine, jedoch waren sie auch nicht notwendig. Der Preis pro Auto beträgt 6 Euro und liegt somit im europäischen Durchschnitt.

         

 
Eintritt und erster Eindruck:

Durch den Marketingmitarbeiter wurden wir bereits vor dem Haupteingang in Empfang genommen. Schon hier zeigte sich die Gastfreundschaft und Kooperationwilligkeit des niederländischen Parks. Nach einem kurzen Small-Talk, machten wir uns auf den Weg zu unserer Backstage-Tour. Da es auf direktem Weg zum Coaster ging, hatten wir nicht viel Zeit für einen allerersten Eindruck.  

 
Personal:

Bis auf eine kleine Ausnahme trafen wir während unserem gesamten Aufenthaltes nur freundliches und vor allem auch engagiertes Personal. Angefangen bei unserem Backstage-Führer bis hin zu den anderen Kollegen an den Attraktionen fühlten wir uns hier sehr wohl und man hatte immer den Eindruck, als deutscher Gast sehr willkommen zu sein. Die Ausnahme befand sich an einem der Essenstände, denn hier gab man sich relativ wenig Mühe mit uns vernünftig zu kommunizieren und wir erhielten auch noch eine unvollständige Bestellungen. Darüber kann man sicherlich hinweg sehen, wenn man den ganzen Tag insgesamt betrachtet.

Da die Backstage-Tour uns wirklich beeindruckt hat und der Mitarbeiter sich nicht nur Zeit genommen hat, sondern seine Hingabe zu seinem Beruf deutlich machen konnte, ist er mit großem Abstand unser

MITARBEITER DES TAGES:   Patrick (Techniker "Troy")

 
Sauberkeit im Park und auf den sanitären Anlagen:

Schon bei unserem letzten Besuch war uns die grundsätzliche Sauberkeit auf den Wegen und bei den Attraktionen aufgefallen. Auch diesmal hat sich daran nichts geändert. Auch die sanitären Anlagen waren sehr sauber. Auch hier gibt es nur einen kleinen Kritikpunkt, der uns beim Besuch aufgefallen ist. Die Aufmerksamkeit des Personals bei den Essenbereichen und auch beim Stand vor der "Troy" war nicht immer gegeben. Nach einem Kaffee haben wir bewusst unsere Becher am Tisch stehen gelassen und nach mehrmaligem Fahren standen sie noch am selben Ort.

 
Zuverlässigkeit der Attraktionen:

Es gab an diesem Tag keine Ausfälle!

 
Zeitverlust durch Anstehen:

Trotz der Sonderveranstaltung und deutlich mehr Besuchern als bei unserer letzten Visite, kam es zu sehr geringen Wartezeiten. Bei einigen Bahnen wie z.B. "Booster Bike" konnte man direkt zusteigen. "Back Stroke" die Wasserbahn hatte, ebenso wie "Woud Race" mit knapp 15 Minuten die längste Wartezeit.

 
Essen & Trinken:

Normalerweise hatte das Essen im "Toverland" immer einen recht gute Ruf, doch leider schienen die Zubereiter keinen guten Tag erwischt zu haben. Die Pommes waren vollkommen ungesalzen und somit leider auch geschmacksneutral. Selbst viel Sauce konnte hier nichts retten. Noch dazu schien das Personal nicht immer aufmerksam zu sein und vergaß einige Sachen bei unserer Bestellung. Als es auffiel, war es nicht einmal eingebucht und wir musste noch nachzahlen. Auch der Burger war ein weiches Brötchen mit einem undefinierbaren Stück gepressten Fleisch. Selbst wenn das Menü mit 6,50 Euro für einen Burger, Pommes und Getränk recht günstig war, sollte dennoch die Qualität stimmen.

Die Auswahl im Park ist auf die üblichen Speisen beschränkt, wobei man hier mit den Frikandeln auch typische niederländische Spezialitäten probieren kann. Die Preise sind in Ordnung, wenn der Geschmack den üblichen Vorgaben einer Kartoffelverarbeitung zu langen Stäbchen entsprechen könnte.

 
Gesamteindruck Park:

Der Park hat im Vergleich zu unserem letzten Besuch wieder einen kleinen Schritt nach vorn gemacht. Es liegen allerdings zwei Jahre dazwischen und ein wenig schneller könnte es schon gehen. Dennoch, durch die Gastfreundschaft und natürlich auch insbesondere durch "Troy" ist der Park zu einem unserer Nachbarschafts-Lieblingsziele geworden. Wenn dann im nächsten Jahr noch ein neuer Coaster für den Außenbereich hinzu kommt, dann wird es einen weiteren Schritt in die richtige Richtung geben und wir werden die Besuchsintervalle sicherlich auf mindestens einmal pro Jahr kürzen!

 
Achterbahnen:

Es gibt nach wie vor drei Achterbahnen. "Boomerang" ist da eher der Indoor-Family-Ride und "Booster Bike" sowie "Troy" sprechen etwas ältere Generationen an. "Troy" ist bei den Fans noch immer eine der beliebtesten Holzachterbahnen in Europa und auch absolut mit Recht. Sie gilt als die Hauptattraktion des Freizeitparks. Das Abschuss-"Booster Bike" benötigt dringend eine vernünftige Thematisierung, denn die Fahrt allein kann mittlerweile nicht mehr mit anderen Bahnen dieser Kategorie mithalten. Insgesamt leider noch eine dürftige Coaster-Ausbeute, aber die Zukunft bringt viele Neuigkeiten.


Booster Bike


Boomerang

 
Non-Coaster:

Mit "Scorpios" ist eine Schiffsschaukel kürzlich hinzu gekommen. Ansonsten gibt es mit "Back Stroke" eine durchaus sehenswerte Wasserbahn und viele Attraktionen, die für die ganze Familie oder Kids in den Hallen aufgebaut sind. Von Tea-Cups bis Kettenkarussell, von Irrgarten bis Spielplatz wird hier einiges geboten.

         

 
Sonstiges:

Die frühere Show direkt neben dem Eingang ist nicht mehr existent. Hier wurde ein Shop eröffnet und bietet nun jede Menge Merchandise, was früher fehlte. Besonders empfehlenswert ist der leuchtende Zauberstab... damit kann man Kinder definitiv erfreuen und mache sicher noch beeindrucken. Man muss halt nur noch eben zaubern lernen.

 
Neuheiten:

Die letzte große Neuheit im "Toverland" war "Scorpios", doch wurde ja kürzlich das kommende Highlight für die Saison 2012 bekannt gegeben. Ein Spinning-Coaster aus dem Hause Mack wird hinter der Achterbahn "Booster Bike" sein zu Hause finden. Man darf also auf die weitere Entwicklung sehr gespannt sein. Laut Parkauskunft gibt es im Januar bereits weitere interessante Informationen.

 

Fazit:

Der Besuch hat sich wieder einmal gelohnt. "Troy" ist eine Reise wert und durch die Backstage-Tour gab man uns Coaster Junkies ein ganz besonderes Erlebnis, über das mit Sicherheit noch lange geredet wird. Der Park expandiert in den kommenden Jahren und wer ihn noch nicht besucht hat, der sollte dies in jedem Fall umgehend in Angriff nehmen. Eine lohnenswerte Reise in unser Nachbarland!


Was uns außerdem noch super gefällt:

Hier hat man verstanden, wie man mit Achterbahnfans umzugehen hat. Wenn ein Sitzplatz frei ist, darf man noch einmal fahren. Man muss also nicht den weiten Weg außen herum auf sich nehmen, sondern die Operater sind kooperativ. Bei der "Booster Bike" wurden wir sogar explizit darauf hingewiesen, dass wir sitzen bleiben dürfen, wenn niemand mehr ansteht. Sehr vorbildlich und ganz und gar nicht selbstverständlich!

 
Konstruktive Kritik:

Vielleicht haben wir tatsächlich einen schlechten Tag erwischt, aber der Geschmack des Essens war miserabel. Aber selbst, wenn es sich heute um einen Ausrutscher handelte, fehlt es im Park an Auswahl. Hier würden wir uns vielleicht ein paar mehr besondere Spezialitäten wünschen.

 
Fotos:

 

Sören

CJG Elisa im Woud Racer

Simsa La Swing

Hex hex CJG Elisa

Troy by night

Alleine in der Troy


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daher liegt das Copyright bei den Coaster Junkies Germany.









 

Kalender

Kontakt

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Marco Fiege

Telefon: 02992-977190
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