Tourbericht:

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USA Tour 2011 - Six Flags over Georgia  
02. bis 07. April  2011
 
 
Teilnehmer:
Matze, Marco





 

Tourbericht:

So kurz entschlossen war es definitiv noch nie. Eine Woche vorher, wären wir niemals auf den Gedanken gekommen nach Amerika zu fliegen. Dann kam aber zum Glück alles anders. Eine fixe Idee, begünstigt durch günstige Flüge ab Düsseldorf, veränderte unsere Wochenplanung drastisch. Danach ging alles sehr schnell... Flüge, Hotel, Mietwagen gebucht und ab in die Vereinigten Staaten von Amerika.

Sicherlich ist Atlanta nicht unbedingt das Hauptziel der Touristen, doch für uns Coaster-Junkies ist dort der SixFlags over Georgia beheimatet und das können wir uns schließlich nicht entgehen lassen. Schon auf dem Papier und bei den Vorbereitungen konnten wir einige interessante Achterbahnen entdecken, die natürlich nach Eroberung schreien. So z.B. der Flying-Coaster "Superman - Ultimate Flight" und auch der Megacoaster "Goliath".

Am 02.04.2011 saßen wir dann mal ganz spontan im Flieger und fast genau neun Stunden später waren wir auch schon angekommen. "Delta" flog uns zwar ein wenig eng, aber sicher in die Staaten. Die Zeitverschiebung von 6 Stunden zurück kam uns dabei natürlich sehr gelegen, denn so hatten wir noch mehr Zeit. Nun noch fix den Leihwagen abgeholt und ab zum Hotel. An dieser Stelle möchten wir noch einmal ganz ausdrücklich die tolle und unkomplizierte Buchung bei "Expedia" erwähnen. Wir werden für derartige Werbung nicht bezahlt, finden aber, dass es hier mal an der Zeit ist Komplimente zu machen.

Zu unserer großen Überraschung war das Hotel nur knappe 200 Meter vom Haupteingang des Parks entfernt und wir konnten es natürlich nicht lassen und Saisonpässe zu kaufen. Somit konnten wir immer und immer wieder in den Park und hatten täglich unsere Portion Achterbahn.

Selbstverständlich kann man nicht 5 Tage lang Achterbahn fahren... obwohl?! :-) Wir hatten ein straffes Rahmenprogramm. Am Sonntag war "Wrestlemania" die größte Wrestlingveranstaltung des Jahres inbegriffen und am Montag gleich noch mal die wöchentliche Sendung "RAW". Außerdem gab es wieder einmal reichlich ungesunden Fast-Food und eine Shopping-Mall nach der anderen.

Einen besseren Saisonauftakt kann man sich als Coaster-Junkie nicht wünschen. Leider ging es dann am Donnerstag wieder zurück nach Good Old Germany... Diesmal genauso eng, doch mit Rückenwind nur 8,5 Stunden.


Parken:

Es gibt reichlich Parkplätze für die Besucher. Der Preis liegt bei 15 Dollar normal und 20 Dollar für Premiumparken, doch natürlich gibt es einen Geheimtipp. Unser Hotel war wirklich direkt neben dem Park und zu Fuß waren es ganze 5 Minuten bis zum Haupteingang. Wenn man hier ein Zimmer hat, darf man kostenlos parken und hat natürlich auch gleich einiges gespart. Für Besucher die nicht im Hotel wohnen, gibt es hier die Möglichkeit für 10 Dollar zu parken. Die Plätze sind allerdings begrenzt und man sollte frühzeitig anreisen. Das Hotel ist übrigens das "Wingate by Windham" ein sehr sauberes und ansprechendes *** Sterne Hotel. Absolut empfehlenswert!!!

 
Eintritt und erster Eindruck:

Der Haupteingang ist sehr schön gestaltet und hat etwas, was viele Parks in Amerika vermissen lassen - Flair. Alles war extrem sauber und auch die Mitarbeiter waren sehr freundlich. Wir wurden gleich auf eine Umfrage zum Park angesprochen und haben natürlich Werbung für deutsche Gäste gemacht.

Auch die Mainstreet machte ebenfalls einen wirklich hervorragenden Eindruck. Reichlich Shops und Möglichkeiten den ersten oder letzten Hunger zu stillen. Es gab kostenlose Parkpläne und Mitarbeiter machten Fotos von den Gästen. Dazu kamen zu den Stoßzeiten die lebensgroßen Comic-Figuren uns sorgten für Animation.
 

Speziell zu Springbreak gab es noch ein echtes Highlight, was den Eintrittspreis angeht. Man musste eine Karte mit 49,99 Dollar zahlen und hatte ein weiteres Ticket frei. Das hat uns zwar mit dem Season-Ticket nicht weiter betroffen, ist aber ein fantastisches Angebot für Parkbesucher. Umgerechnet würde eine Eintrittskarte somit nur knapp 17 Euro kosten.

 
Personal:

Im Prinzip gibt es gar nicht so viel zu meckern. Die Animation der Operator war allerdings bei den meisten Bahnen einfach nur ein auswendig gelernter Text, der runtergeleiert wurde. "Go Big...Go SixFlags".

Es gab aber auch Ausnahmen... An der "Superman - Ultimate Flight" Achterbahn wurden wir mit lockeren Scherzen und kleinem Small-Talk unterhalten. Somit geht unser Preis für den Mitarbeiter des Tages an die nette Dame namens:

MITARBEITER DES TAGES:   MORGEN - Operator "Superman - Ultimate Flight"

 
Sauberkeit im Park und auf den sanitären Anlagen:

Die Sauberkeit im Park war überdurchschnittlich gut. Man hat vergebens nach Müll oder dreckigen Stellen gesucht. Immer wieder sah man fleißige Parkmitarbeiter, die für diesen hervorragenden Zustand verantwortlich waren. Daher ein großes Kompliment!

Was die Toiletten angeht, da gab es unterschiedliche Reinlichkeitsstufen. Die wohl meist frequentierte körperliche Abfallstelle ist am Haupteingang. Hier war es nur einigermaßen sauber, aber roch extrem nach allen möglichen nicht erwünschten Düften. Auch hier noch ein Geheimtipp: Direkt neben dem großen Gebäude mit dem Titel "The Chrystal Pistol" befinden sich ziemlich versteckte Toiletten. Sie sind fast nicht zu finden, doch wenn man auf den Zaun zugeht, hinter dem sich optisch die Goliath zeigt, findet man sie recht schnell. Hier ist alles extrem sauber und riecht auch noch angenehm. Ebenfalls in Ordnung sind die Toiletten in Gotham City.

 
Zuverlässigkeit der Attraktionen:

Es kann nicht immer alles toll sein... Das mussten wir bei diesem Punkt unserer Bewertung feststellen. An allen Tagen waren Ausfälle zu verzeichnen. Zwar waren sie meist nur von kurzer Dauer, doch ist es ärgerlich, wenn man lange ansteht und dann kurz vor knapp wieder die Warteschlange verlassen muss. Verlässliche Aussagen, wann es weiter geht, erhält man in der Regel nicht. Meist waren es kleine technische Schwierigkeiten, die nach 30 Minuten und ein paar Testfahrten wieder behoben schienen. Manche Bahnen öffneten allerdings nicht bei Tagesbeginn, sondern erst im Laufe des Tages. Warum weiß auch keiner so ganz genau.

Letztendlich haben wir alle Bahnen geschafft, aber hier hätte man auch durchaus Pech haben können. Für Coaster-Junkies natürlich ein kleiner Weltuntergang...

 
Zeitverlust durch Anstehen:

Am ersten und zweiten Tag (Samstag, Sonntag) war aufgrund des Wochenende relativ viel los. Überraschend allerdings war dann, trotz der Osterferien in Amerika der Montag und Dienstag. Hier konnte man bei einigen Bahnen mit ganz geringen Wartezeiten gleich mehrfach in kurzer Zeit fahren. Der Mittwoch und Donnerstag hingegen war wieder extrem voll und es gab z.B. bei der "Goliath" Wartezeiten von mindestens 60-90 Minuten. Aufgrund der warmen Temperaturen sind Mitarbeiter des Parks mit kühlen Getränken durch die Warteschlange gegangen und haben diese verteilt. Ein toller Service, den wir so noch nicht zuvor erlebten durften.

Um die weite Reise auch lohnenswert zu gestalten, bietet sich aber dennoch der Kauf eines "Flash-Pass" an. Hier gibt es unterschiedliche Wertigkeiten. Auf einer Art Stoppuhr kann man die Bahnen dann reservieren und je nach Grad des Passes kann man die Wartezeit anderweitig nutzen. Bei dem "Normal Pass" muss man zwar genauso lange warten, wie man es in der Schlange tun würde, doch muss man nicht anstehen und kann die Zeit besser nutzen. Die Stoppuhr gibt dann ein Signal, wenn der Ride frei geschaltet ist. Durch einen besonderen Eingang kann man dann die Bahn betreten und ist fast sofort an der Reihe. Der "goldene Pass" verringert die normale Wartezeit deutlich und man ist noch schneller an der Reihe. Schließlich gibt es noch den "Platinum Pass"... Hier gibt es so gut wie keine Wartezeiten mehr. Dafür zahlt man aber auch eine ordentliche Stange Dollars. Wir empfehlen den "Goldenen Flash-Pass"... Damit ging alles perfekt und wir hatte wirklich Mühe die Reservierungen rechtzeitig einzuhalten.

 
Essen & Trinken:

Wenn man in Amerika etwas definitiv ausschließen kann, dann ist es Hunger! An jeder Ecke gibt es reichlich Möglichkeiten sich den Bauch voll zu schlagen. Viele unterschiedliche Dinge von Eis bis Burger, von Pizza bis Bretzeln werden hier angeboten. Die Preise sind zwar höher als im normalen Laden, doch immer noch in einem angemessenen Bereich. Auch hier wieder eine spezielle Empfehlung:

Ein paar Gehminuten vom Haupteingang (rechter Weg) findet man eine asiatische Fast-Food-Kette mit dem Namen "Panda-Express". Das absolute Highlight hier ist "Orange-Chicken". Diese Kette und auch das Gericht gibt es nur in Amerika und ist wirklich absolute Spitzenklasse, sofern man Hühnchen mag. Zum Nachtisch gibt es ein Eis von "Ben & Jerrys" - das gibt es zwar auch in unserer Heimat, aber hier schmeckte es noch deutlich besser.

 
Gesamteindruck Park:

Dieser SixFlags Park ist zwar nicht unbedingt riesig, doch es ist alles vorhanden, was man für einen gelungenen Parkbesuch benötigt. Thrill-Rides, kulinarische Leckereien, Wasserbahnen, Erholungsplätze, Shops, etc. Man läuft sich nicht die Füße wund, hat aber dennoch jede Menge zu sehen und zu erleben.

 
Achterbahnen:

Auch wenn die Bahnen in unseren Bewertungen nicht ganz so gut abschneiden, so können sie sich dennoch sehen lassen. Insbesondere "Superman", "Batman" und die "Great American Scream Machine" gehören zu den Highlights im Freizeitpark. Meist entstanden die weniger guten Wertungen aufgrund von wenigem bis gar keinem Theming oder gelegentlich schlechter Form der Mitarbeiter. Die Rides in ihren Eigenschaften sind recht gut und Thrill gibt es jede Menge.

 
Non-Coaster:

Es ist nicht so üppig wie in einigen europäischen Parks, da man in Amerika und besonders bei Six Flags wesentlich mehr Wert auf die Achterbahnen legt. Hier gibt es aber einen hohen Freefall-Tower, drei Wasserbahnen und jede Menge Action für Kids. Ein eigens angelegter Kinderbereich vergnügt auch die kleinen Gäste.

 
Sonstiges:

Es gibt auffallend viele Mülleimer im Park, so dass die Besucher gar nicht erst in Verlegenheit kommen, den Müll einfach so in die Gegend zu werfen. Außerdem ist das Rauchen nur an einigen ausgewiesenen Stellen im Park erlaubt. Zu bemängeln ist manchmal die Auffindbarkeit der Eingänge zu den Attraktionen. Besonders schwer ist es bei den Wasserbahnen. Hier sollte man auf jeden Fall einen Parkplan mitnehmen und genau studieren.

 
Neuheiten:

Mitten im Park ragen hohe leuchtend rote Schienen und eine senkrechte Auffahrt in den Himmel. Ein neuer Coaster im Stil eines Euro-Fightes mit Diving Elementen ist noch für 2011 geplant. Die Eröffnung soll am 28.05. stattfinden. Da müssen wir wohl noch einmal wiederkommen.

 

Fazit:

Dieser Park war sicherlich schon eine Weile in unserem Fokus. Er hat unsere Erwartungen aber noch deutlich übertroffen. In Anbetracht der manchmal recht günstigen Direktflüge nach Atlanta, war es sicherlich nicht unser letzter Trip nach Georgia.


Was uns außerdem noch super gefällt:

Die Flash-Pässe sind nicht gerade günstig, aber dafür bekommt man auch ordentlich etwas geboten. Selbst die Familienattraktionen wie z.B. ein Kettenkarussell in Gotham City oder die Autoskooter können mit dem Pass reserviert werden. Das ist toll und spart enorm viel Zeit.

 
Konstruktive Kritik:

Die Zuverlässigkeit oder Öffnungszeiten der Bahnen müssten unbedingt verbessert werden. Der Eintritt kosten immer gleich, egal ob alles läuft oder nicht. Wir finden, dass jeder Parkbesucher dasselbe Recht hat alle Bahnen und Attraktionen zu nutzen, die in der Werbung und auf der Webseite angepriesen werden.

Weiterhin ist uns aufgefallen, dass in den Zügen immer wieder Sitzplätze freigelassen werden. Das könnte man beheben, indem man einfach die Wartenden hinzusetzt. Dadurch würde sich manchmal die Wartezeit erheblich verkürzen.

 
Fotos:
 

Eingang mit "Goliath"

CJG Marco bei der Arbeit

"
The Chrystal Pistol"

Parkweg

Eingang "Gotham"

Das Batmobil

Das "Riverview Carousel"

"Sky Buckets"

"Splash Water Falls"

"Wheelie"

Park-Transportzug

CJG Matze auch bei der Arbeit

Parkweg aus den "Sky Buckets"

CJG Matze - Kurze Pause

"Acrophobia"

"Crime Wave"


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