Tourbericht:

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Fort Fun Abenteuerland
31. Oktober 2011 "Halloween Fort Fear Horrorland"
 
 
Teilnehmer:
Horror-Carsten, Elisa, Anya, Martin, Jonathan,


 

Tourbericht:

Wie ihr schon in den letzten beiden Berichten lesen konntet, war Ober-Coaster-Junkie Marco dieses Jahr als Erschrecker ein Teil des "Fort Fear Horrorlandes" in Wasserfall im Sauerland – doch auch für mich war das Halloweenevent in direkter Nähe zu meinem Wohnort eine willkommene Pflichtveranstaltung und ich möchte euch das natürlich auch aus Besuchersicht nicht vorenthalten.

Ich machte mich also mit Anya, Martin und Jonathan pünktlich zum 31.10. auf den Weg in den Park. Da wir dort erst gegen 18 Uhr eintrafen, machte ich verständlicherweise Stress, aus Angst davor nicht alle drei Mazes bis 22 Uhr zu schaffen, was ich gegen Ende hin zum Glück als unbegründet herausstellte.

Durch den familienfreundlich dekorierten Eingangsbereich und vorbei an der Devil´s Mine gingen wir geradewegs zum Ticketshop und stellten uns an der noch relativ kurzen Schlange zum Killing Dolls Theatre an.
 

Im Anblick der noch kürzeren Reihe an der Haltestelle des „Waldexpresses“, die vermutlich zu späterer Stunde enorm gewachsen wäre, haben wir uns kurzerhand um entschieden; warteten 15 Minuten an der Haltestelle und saßen schon im Zug, der uns also im Wald aussetzen würde. Im eigentlichen „Fun“-express lief über die Bildschirme der Teaser zur Geschichte von Jackie und ihrem Friedhof der Puppen, welcher mir schon vom letzten Jahr bekannt war. Nichts desto trotz versetzte er uns, verbunden mit der Fahrt durch den dunklen Wald mit samt seiner nächtlichen Geräusche, ein mulmiges Gefühl in der Magengegend. Oben angekommen wurden wir mit einem „Bitte links aussteigen“ rausgeschmissen. Gewünscht hätte ich mir an der Stelle, dass man eventuell eine Panne inszeniert oder irgendwie die Geschichte rund macht, aber der Empfang durch Wärterin Christina hat den Bogen dann doch wieder ganz gut gespannt.

Nun war es also gleich so weit. Vor uns nur noch zwei Gruppen und wir hörten schon die schrillsten Schreie durch den Wald hallen. „Hereinspaziert, ihr werdet diesen Wald nie wieder verlassen!“ Durch den Nebel , die schwache Beleuchtung und über den unebenen und glitschigen Waldboden schlichen wir dahin und waren auf alles gefasst. Ich werde an dieser Stelle nicht auf sämtliche Figuren eingehen, da ich erstens mehr mit mir selber zu tun hatte, als dass ich mir alles hätte merken können (ich kann es ja zum Glück in Marcos Berichten ausführlich lesen) und zweitens man die Spannung und Schrecksekunden nicht in Worte fassen kann. So viel sei gesagt – die Erschrecker haben ganze Arbeit geleistet, genauso wie die Gestalter des Mazes. An den entscheidenden Stellen waren Puppen und „Eye-Catcher“ platziert, die die Aufmerksamkeit auf sich zogen, so dass sich die lebendigen Puppen unbemerkt anschleichen und ihrem Job nachkommen konnten.

Als zweites steuerten wir die neue Attraktion „Ausgeliefert“ im unteren Teil des Parks an, da wir das in der knappen Zeit auf jeden Fall schaffen wollten. Wie sich am Ende des Abends herausstellte: mein Favorit! An extra aufgestellten Baucontainern wurden wir von mehreren Charakteren, wie z. B. dem Lokführer, erwartet und fanden glücklicherweise eine recht kurze Warteschlange vor. Das Maze selber war bis auf kleinste Details, wie einem kontrolliert von der Wand herabfallenden Fächer der schizophrenen Geisha, durchdacht und genial gestaltet.
 

Enge Gänge führten durch eben das Reich der Geisha, eine Weihnachtsszene und einen komplett dunklen Raum, in dem man von grellen Scheinwerfern und einem Lokomotiv-Signal in direkter Nähe aus der Konzentration gerissen wird.

Ehrlich gesagt noch mit einem Schrecken in den Gliedern gingen wir zurück zum Ausgangspunkt und konnten auch noch das Killing Dolls Theatre mitnehmen. Auch hier trafen wir unterwegs wieder auf einige Walking Acts, die noch ihr Unwesen auf den Wegen trieben. Alle noch kinderfreundlich, aber trotzdem sehr gut geschminkt, 100 % in ihren Rollen und hoch motiviert die Gäste in Stimmung zu halten. Selbst als eine Darstellerin vom Notarzt wegen eines verstauchten Fußes versorgt werden musste, wurde das Aufsehen so gering wie möglich gehalten und wieder zur Tagesordnung übergegangen. Davon kann sich ein Teil der Crew eines großen, etwas nördlicher gelegenem Park eine Scheibe abschneiden. Großes Lob an dieser Stelle! Gut gelegen kam uns auch der Getränkestand direkt an der Warteschlange zum letzten Maze, wenn es auch leider der einzige war, der zusätzlich für die Halloweenattraktionen aufgestellt war. Ein kühles Bier und Theaterdirektor Edward, den ich schon im letzen Jahr für seine eiskalte Art bewundern konnte, verkürzten uns dann also die längste Warterei des Abends. Nach einer knappen halben Stunde betraten wir das Gruseltheater, in dem die Story vom Einlass durch die Empfangsdame, über das Abholenlassen vom Platzeinweiser, den Gang über Bühne, durch Garderobe der Diva, Wäscherei und Abstellkammer der Puppen wieder einmal komplett rund war. Gepaart mit tollen Lichteffekten, wie Neon, Strobo und natürlich Dunkelheit sowie verschiedensten Sounds, haben auch hier die Figuren einen sehr guten Job gemacht.

Wir haben also bis auf die Lesung des dazugehörigen Thrillers „Jackie“ alles geschafft, da die Wartezeiten wirklich sehr human waren. Den restlichen Abend haben wir dann entspannt mit vielen tollen Menschen bei der Aftershowparty im Saloon ausklingen lassen und konnten so noch sehen, wie sich alle wieder zurück in Menschen verwandelt haben und die besten Geschichten, die während der Veranstaltungstage passiert sind, aufschnappen.


Mein Fazit ist daher trotz ein, zwei Kleinigkeiten durchaus positiv. Das Fort Fear Horrorland geht weg vom typischen Splatter und ich bin, wie auch im vergangenen Jahr sehr begeistert von der Konsequenz, mit der sich die Geschichte um Jackie Moon und ihren Puppen, wie ein roter Faden durch die gesamten Halloweenszenen zieht. Alle Mitwirkenden haben ihre Leidenschaft zum Inszenieren, Schminken, Erschrecken und Schauspielern super eingebracht, um den Besucher in eine andere Welt zu versetzen.

Ich werde also auch im nächsten Jahr wieder dabei sein... !!!

Text: CJG Elisa



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