Tourbericht:

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Toverland
20. Oktober 2011 - Niederlande Tour Tag 2
 
 
Teilnehmer:
Sören, Elisa, Marco, Carsten, Joshua, Carsten


 

Tourbericht:

Der zweite Tag unserer Niederlande-Tour begann mit dem frühen Aufstehen in unserem Hotel in Eindhoven und wir machten uns in eisiger Kälte, aber mit blauem Himmel auf den Weg nach Kaatsheuvel. Für einige von uns war es eine absolute Neuigkeit und die Bahnen, insbesondere "Joris en de Draak" standen ganz deutlich in unserem Fokus. Kurz bevor wir Efteling erreicht hatten, führen wir in eine dicke Nebelwand. Auch bei Ankunft am Park, gegen ca. 11 Uhr, war es fast nicht möglich die Hand vor Augen zu sehen.

         

Dieses Wetter hätte eigentlich perfekt zu Halloween gepasst und verbreitete ein wenig mystische Stimmung auf den Wegen des Parks. Zum Fotografieren natürlich denkbar ungeeignet und so mussten wir erstmal unseren Wetterfrust in der "Bobbaan" lassen. Alle anderen guten Rides waren noch geschlossen und so warteten wie, bis endlich die Entwarnung kam. "Joris" und auch der "Vliegende Hollander" sind auf der Strecke und warten auf die Coaster Junkies. "Python" war leider ganz geschlossen und auch einige andere Attraktionen waren am heutigen Tag für die Gäste nicht zugänglich.

Es blieb viel Zeit zum Essen und Trinken, denn der Park hatte bis 20 Uhr geöffnet. Die brandneue Show "Raveleijn" hat an einem Sonntag um 19 Uhr eine Zusatzshow, die wir uns natürlich nicht entgehen lassen konnten. In stimmungsvoller Dunkelheit, mit schönen Beleuchtungen und kleinen Lagerfeuern, machten wir uns dann schließlich auf den Weg zum Ausgang. Der Nebel begleitete uns übrigens den ganzen Tag und die Temperaturen hätten durchaus gnädiger mit uns sein können. Dennoch, es war trocken und wir haben maximale Erfolgserlebnisse verzeichnet. Es ging nach einem tollen und eindrucksvollen Wochenende zurück in die Heimat.


Anfahrt und Parken:

Wir waren frühzeitig am Park und konnten somit relativ weit in Richtung Haupteingang fahren. Trotz des komischen Wetters und trotz der niedrigen Temperaturen, schien heute eine Menge Betrieb zu sein. Parkeinweisen zeigen den Weg und wir entdeckten die Schilder mit den Parkgebühren. Eigentlich hätte man diesen Parkplatz nicht befahren sollen, denn mit 10 Euro gehört Efteling zu den Spitzenreitern in Europa.

 
Eintritt und erster Eindruck:

Der Eingang des Parks erscheint sehr imposant und es gibt reichlich Kassen um Tickets zu erwerben. Leider waren bei unserer Ankunft nicht alle besetzt. Der Eintrittspreis gehört ebenso, wie die Parkgebühr, zu den Spitzenreitern in Europa. Vor allem zur Winterzeit, wo einige Attraktionen erst gar nicht in Betrieb sind, muss man recht tief in die Taschen greifen. Unser Tipp ist hier, dass man nach Ermäßigungen in Zeitungen oder gar auf Verpackungen im Supermarkt achtet. So kann man wenigstens ein bisschen einsparen.

Es erwartete uns eine wunderschöne und künstlich angelegte Winterlandschaft. Die Stimmung in unseren Gesichtern wurde deutlich besser, denn es war wirklich sehr ansprechend gestaltet. Künstlicher Schnee und Eiszapfen wurde hier ein kleiner Vorgeschmack auf die kommende Weihnachtszeit.

         

 
Personal:
Das Personal...war vorhanden. Sehr unauffällig, daher kann man weder positiv noch negativ Bewerten. Es gab wie immer ein paar Ausnahmen, wie z.B. eine Mitarbeiterin in einem Shop, die uns auch nach Schließung der Türen - während der Parköffnungszeiten! - bereitwillig Auskunft gegeben hat.

Ansonsten machte hier jeder zwar seinen Dienst nach Vorschrift, doch manchmal hatte man den Eindruck, dass ein wenig realistisches Umdenken in den Vorschriften keinen Platz gefunden hat. Nach dem Motto "Es ist so, wie es immer ist... auch wenn es anders ist!"

Hier mal ein Beispiel:
Wir hatten uns zuvor an einem Automaten kostenlos Karten für die 19 Uhr Vorstellung der neuen Show "Raveleijn" ausgedruckt. Um 19:02 Uhr kamen wir dort an und die Tore waren bereits geschlossen. Eine Mitarbeiterin wollte uns und eine andere Gruppe durch einen Nebeneinfang führen. Soweit, so gut... dann fragte sie aber nach unseren Tickets. Freundlich ist anders, haben wir uns gedacht und es war absolut wichtig, diese Tickets für die 19 Uhr Vorstellung in Besitz zu haben. Ohne Eintrittskarten - wohlgemerkt: kostenlos! - hätte sie uns nicht auf das Gelände gelassen. Man hätte nun meinen können, dass das Showareal vielleicht schon komplett gefüllt ist und nur noch unsere Sitze auf ihre Helden warteten, aber nein... im Gegenteil! Nicht einmal 1/3 des Zuschauerraumes war besetzt. Falls dies jemand liest und eine Erklärung hat, bitte schreibt es uns...

Einen
Mitarbeiter des Tages haben wir heute nicht gefunden.
 
 
Sauberkeit im Park und auf den sanitären Anlagen:

Die Toiletten im Park waren sauber. Selbiges gilt auch für den Rest des Geländes. Hier uns dort fand man mal Kleinigkeiten, die aber nicht entscheidend ins Auge fallen. Besonders schön und originell sind die sprechenden Mülleimer... "Papiieeer hier..." ertönt es und jeder fühlt sich berufen, seinen Abfall hier zu entsorgen.

         

 
Zuverlässigkeit der Attraktionen:

Irgendwie lief es heute auch bei den Attraktionen nicht rund. Sicherlich schieben wir mal einiges auf das nebelige und kalte Wetter, doch hat man wenig Informationen erhalten, wann zumindest die Hauptattraktionen in Betrieb sein werden.

Ganz geschlossen war die Achterbahn "Python" und die Themenfahrt "Droomvlucht". Lediglich "Vogel Rok" und die "Bobbaan" waren für uns Achterbahnfans durchgehend geöffnet. "De Vliegende Hollander" fuhr dann endlich, doch war nach kurzer Zeit schon wieder Schluss damit. Irgendwie stellte sich nach uns keiner mehr an und wie wir mitbekamen, sollte es einen technischen Defekt geben. Warum durften dann aber alle, die bereits in der Station waren noch fahren. Ist das bei einem Defekt nicht zu gefährlich? Auch "Joris en de Draak" öffnete seine Türen erst um die Mittagszeit, fuhr dann aber souverän bis 20 Uhr durch.

Als Besucher erwarte ich zumindest ein paar mehr Informationen. Wenn es tatsächlich einen technischen Defekt gibt, kann man nichts machen und Sicherheit geht natürlich vor. Im Fall der Wasserachterbahn kann man es uns aber auch nicht übel nehmen, wenn wir kritisch hinterfragen.

 
Zeitverlust durch Anstehen:

Der Park war zwar nicht gerade wenig besucht, aber auf dem riesigen Gelände verlief sich alles recht gut. Jeder hatte so seine Prioritäten und somit gab es selten Anstehzeiten über 20 Minuten bei den Achterbahnen. Bei "Joris en de Draak" war auch schon einmal eine halbe Stunde drin, doch konnte man das noch gut ertragen.

 
Essen & Trinken:

Es gibt eine Menge Auswahl im Park und besonders zu empfehlen sind die typischen niederländischen Frikandeln. Direkt in der Nähe des Eingang gibt es sogar kleine Automaten, an denen man sie ziehen kann. Der Preis ist angemessen. Das absolute Highlight im Park sind aber die - und an dieser Stelle müssen wir kurz Werbung machen - "UNOX" Würstchenbuden. Ein Traum für den Gaumen und es bleibt garantiert nicht bei einem Exemplar.

Wer mag, der kann Mayo und Ketchup auch mit dem leichten Geschmack des Würstchens und einem zarten Hauch Brötchen garnieren :-)

Insgesamt hat das Essen einen sehr guten Eindruck hinterlassen und man muss genauer hinschauen, dann sind auch die Preise bei einigen Dingen absolut erträglich und nicht mit typischem Freizeitparkaufschlag.

 
Gesamteindruck Park:

Beeindruckend ist die Gesamtgröße des Parks. Hier kann man kilometerweit laufen und hat vermutlich noch immer nicht alles gesehen. Ein Parkplan ist also absolut ratsam. Manchmal fehlen an einigen Stellen die Attraktionen und man trifft minutenlang keinen Bahn, keinen Coaster oder wenigstens ein kleines Karussell.

 
Achterbahnen:

Der Wooden-Duelling-Coaster "Joris en de Draak" wollen wir hier einmal an erster Stelle nennen, denn die Bahn hat uns alle restlos überzeugt. Als eine der besten Holzachterbahnen in Europa werden wir sie in Erinnerung behalten und uns schon jetzt auf den nächsten Ride freuen.

"Vogel Rok" konnte die Erwartungen zwar in Gestaltung und Optik erfüllen, jedoch waren die Fahreigenschaften ein wenig eigenartig. Auf keinen Fall geeignet für Personen, denen schnell übel wird... Selbst harte Achterbahnfans wurden hier schon ein wenig weiß um die Nase.

Die Wasserachterbahn "De Vliegende Hollander" vereint gleich mehrere Attribute. Wasserbahn, Themenfahrt und Achterbahn... Hier kann man gleich alles auf einmal erleben. Schon der Eingang durch eine kleine Tür in ein Haus machen die Bahn außergewöhnlich. Weiter geht es mit einem unfassbar guten und detailgenauen Theming und die Station bietet den Anblick einer altertümlichen Stadt am Wasser. Phänomenal ist noch untertrieben. Auch die Themenfahrt bietet neue und bis dato ungekannte Elemente und schaffen die richtige Spannung für den letzten Achterbahnteil mit Splash. Dieser ist im Gegensatz zum Rest der Bahn eher harmlos und leider sehr kurz.

Die "Bobbaan" hat mit den Holzwagen eine Einzigartigkeit, die man in Deutschland so nicht kennt. Die Fahrt macht Spaß und zwischendurch hat man sogar ein wenig das Gefühl auf Airtime zu treffen.


Joris en de Draak


Vogel Rok


Bobbaan

 
Non-Coaster:

In "Efteling" wird besonders Wert auf die ganze Familie gelegt und das merkt man auch bei den zahlreichen weiteren Attraktionen. Neben dem 4D Kino "Panda Droom", welches eine dem Tierschutz gewidmete Filmdarbietung zeigt und besondere Special Effects das Erlebnis unterstützen, gibt es kleine Karussells und auch aufwendige Themenfahrten. Eine ist "Carnaval Festival" und das vermutlich eher häufig übersehene Museum.

In "Carnaval Festival" steigt man in einer Endlos-Gondel und fährt durch verschiedene Welten. Winter, Sommer, Afrika, China... und vieles mehr, zeigt sich mit ihren Traditionen. Animierte Puppen tanzen, singen und haben Spaß... Sollte man mal gemacht haben.

         

Das Museum ist klein, aber mit ganz großartigem Inhalt. Kinder, die auf Märchen stehen, werden hier Augen und Mund nicht wieder schließen können. Selbst Erwachsene, die mit den Märchen wie z.B. Rapunzel oder Schneewittchen aufgewachsen sind, erinnern sich gern an vergangene Zeiten. Hier findet man in einer beleuchteten Vitrine den Schuh von Aschenputtel oder den angebissenen Apfel von Schneewittchen. Beeindruckend auch das Spinnrad oder die wohl berühmteste Erbse aller Zeiten.

         

 
Sonstiges:

Auffallend war, dass wirklich alle Attraktionen in einem außergewöhnlich guten Zustand waren. Die Themenfahrten ließen keinen Altertumsspuren oder Abnutzungen erkennen und auch die Dekorationen waren in einem ausgezeichneten Zustand.

 
Neuheiten:

Die große Neuheit des Jahres ist die Show "Raveleijn" und sie wird in einem riesigen Außengelände aufgeführt. Die Deko und auch die zahlreichen technischen Finessen waren genial. Leider war die Show recht flach und hatte kaum Inhalt. Der Böse Herrscher mit seinem vielköpfigen Drachen muss durch edle Ritter getötet werden... da es ein Happy End geben muss, ist dies nach knapp 30 Minuten auch geschafft. Der Drache ist ein technisches Meisterwerk, nur leider vermutlich für europäische Augen zu übertrieben. In Amerika würde das Ungetüm vermutlich gottesgleich gefeiert, da es ja im Land der unbegrenzten Möglichkeiten nicht groß genug sein kann. Leider muss man hier so ehrlich sein und sagen: Einmal anschauen reicht vollkommen...!

 

Fazit:

Efteling war für einige von uns eine Neuheit und somit war sowohl die Spannung, aber auch die Erwartung recht hoch. Schließlich wird in der Werbung immer von "DEM" Park in den Niederlanden gesprochen. Die hohen Erwartungen konnten leider größtenteils nicht erfüllt werden. Dies lag allerdings nicht an den Attraktionen, sondern eher an vielen Kleinigkeiten. Man fühlte sich nicht so wirklich willkommen, dann bekam man zu wenig Informationen, wann die Bahnen öffnen... und ob überhaupt. Dennoch werden wir dem Park natürlich noch eine Chance geben und im Sommer 2012 noch einmal vorbei schauen.


Was uns außerdem noch super gefällt:

In erster Linie ist es die Liebe zum Detail, mit der die meisten Attraktionen gestaltet sind. Ob "De Vliegende Hollander", welche wohl zu den best thematisierten Wasserbahnen der Welt gehören dürfte, bis hin zu Kleinigkeiten in den Gebäuden. Die Auswahl an Fanartikeln in den Shops ist ebenfalls äußerst positiv zu beurteilen und kann zum Kaufrausch verlocken.

 
Konstruktive Kritik:

Wie schon im Fazit beschrieben, gibt es viele kleine Baustellen, an denen man hier arbeiten sollte. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt nicht, wenn man die anderen hochpreisigen Parks in Europa in den Vergleich zieht. Auch sollte man mehr Wert auf Gastfreundschaft legen, die bei unserem Besuch eher negativ als positiv zu bewerten ist.

 


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