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Es gibt ja bekanntlich nichts was es nicht gibt,
Weihnachtsgeschenke die keiner braucht, Trauungen während
einem Fallschirmsprung oder Tauchgang und essbare Unterwäsche.
Letztens hat mich die Frage nach dem ultimativen Antrag
für einen Coaster Junkie bis in den Traum verfolgt.
Begleitet mich doch auf meiner Reise in die
Weihnachtsgeschichte für alle Achterbahn Fans. Ein kleiner
Trost in dieser bitteren verschneiten Saison in der wir
unserem größten Hobby nur mit wehmütigen Erinnerungen und
Blick ins Fotoalbum nahe sein können.
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In der Warteschlange
Da ist es wieder, das vertraute
Kribbeln im Bauch, während ich in der Warteschlange stehe...
Natürlich habe ich keine Angst, Unverschämtheit! So oft bin
ich mit meiner Lieblingsachterbahn, der
"Silverstar" nun
schon gefahren! Aber es wäre nicht meine Lieblingsachterbahn,
wenn es nicht immer noch ein Adrenalinstoß wäre, der mir bei
der ersten Abfahrt durch die Adern jagt! Ich fange an zu
zählen, noch 7 Leute vor uns in der Schlange, die auch alle in
der letzte Reihe fahren wollen. Aber nach 45 Minuten Wartezeit
ist das schon Anlass für großes Glücksgefühl! Mein Freund
zählt auch.
Auf dem Gesicht der Kleinen vor uns sehe ich plötzlich
Unsicherheit, als sie sich zu uns umdreht. Sicher ist es Ihre
erste Fahrt mit der "Silverstar"!
Ist sie überhaupt groß genug? Sie will
wissen, ob ich mit ihr fahren würde. Ich verstehe zwar nicht
warum, schließlich sitzen vier Leute in der Reihe, sie wäre ja
nicht alleine, aber meinem weiblichen Mutterinstinkt folgend
stimme ich zu.
Mit einem entschuldigenden Grinsen wende ich mich zu meinem
Freund um. Er kann mir das unmöglich krumm nehmen. Er ist
nicht ganz so Achterbahn begeistert wie ich... Eigentlich
fürchtet er die Dinger... Er ist nur mir zuliebe hier, das
weiß ich. Aber er weiß auch, dass man mich nicht zweimal
bitten muss eine Runde früher dabei zu sein. Und die
"Silverstar" kennt er doch auch
schon. Irgendwie bilde ich mir sogar ein, dass er
sie mag. Genau genommen war er es, der
darauf drängte sofort vom Eingang aus zur
"Silverstar" zu
laufen. Seltsam. So kenne ich ihn gar nicht.
Es ist so weit. der Zug fährt in die Station ein. Mein Puls
beschleunigt sich. Was für ein Unsinn, ich weiß ja, dass mich
ein phantastisches Erlebnis erwartet. Was ist nur los mit mir?
Naja, eigentlich macht diese nervöse Vorfreude solch einen
Ritt erst richtig wild und gut. Wenn ich wüsste, wie begründet
meine Aufregung dieses eine Mal wirklich ist...
Die Bügel öffnen sich, Leute steigen aus, die drei vor mir
ein. Ich will soeben los laufen als mich mein Freund fest am
Arm packt - zu fest für seine Verhältnisse. „Es ist wichtig,
dass du mit mir fährst.“ sagt er mit dem eindringlichsten Ton
in dem ich ihn je habe sprechen hören. Ich weiß nicht warum,
aber es gibt keine Diskussion, ich bleibe stehen. Wie
hypnotisiert. Ich lächle dem Mädchen entschuldigend zu &
hauche, dass sie die Fahrt lieben wird. Bügel werden
geschlossen, der Zug verlässt die Station. Alles wirkt wie ein
Stummfilm auf mich. Warum war es meinem Freund so wichtig,
dass ich mit ihm fahre? Ich meine, wir sind schon viele Jahre
zusammen. Er kennt die "Silverstar".
Er kann doch keine Angst haben? Ich kann mich nicht zu ihm
umdrehen um aus seinem Gesicht zu lesen, er hat mich
inzwischen von hinten umschlungen und hält mich ganz fest im
Arm.
Das Geräusch öffnender Bügel weckt mich aus meiner Erstarrung.
Unser Wagen. Wir steigen ein. Bügel werden geschlossen. Der
Wagen verlässt die Station. Wir werden
langsam diesen ersten 70 Meter hohen Hügel hinaufgezogen. Wie
klein die Welt da unten auf einmal wirkt... Gleich sind wir
oben. Ich genieße nun die Vorfreude völlig. Die seltsame
Begebung in der Warteschlange ist vergessen, alles ist
vergessen. In meinem Kopf hat nur noch Vorfreude platz.
Da stumpt Frank mich an. Noch wenige Meter bis zum Gipfel, ich
kann jetzt nicht reden. ich muss für mich sein. Den Augenblick
leben!
Aber Frank gibt nicht auf.Die erste Reihe ist schon fast auf
der Kuppe! Gut, dann schnell.Frank braucht nur einen einzigen
Satz, er stellt mir die Frage aller Fragen:„Willst du
mich heiraten?“
Wir passieren die Kuppe und werden mit
einem Mal rasend schnell. Ich höre mein Herz pochen und meinen
Atem anhalten.
Ich schreie:„Jaaaaaaaaaaaaaaaaa!!!!!!!!!!!!!!!“
Mein Herz pocht, es ist dunkel um mich herum. Ich sitze in
unserem Bett. Mein eigener Schrei hat mich und Frank geweckt.
Es war nur ein Traum, aber ein Blick auf meinen rechten
Ringfinger bestätigt mir, die Verlobung am Vorabend in unserem
Lieblingslokal mit 25 roten Rosen war real.Vielleicht hat der
Traum von der Warteschlange für die Jahre gestanden, die Frank
mich auf die Folter gespannt hat bis er mich gefragt hat?
Vielleicht wollte der Traum mir auch sagen wir sollten uns in
einer Achterbahn trauen lassen? Na, ob wir dafür wohl einen
willigen Standesbeamten finden? ;-) Oder doch lieber schön an
einem Strand? Eigentlich ist das auch gar nicht wichtig... Es
muss nur die richtige Person sein und da bin ich mir ganz
sicher!
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Ich wünsche allen CJG & solchen, die es noch werden möchten
einen rasanten Start in ein erfolgreiches Jahr 2011 voller
aufs und abs. Mögen außer bei euren Achterbahnfahrten die aufs
größer als die abs sein, aber vergesst nicht ohne die abs
wüssten wir die aufs nicht zu würdigen! |