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Was tun gegen nervige Drängler?

News vom 02.11.2009


"Kaum zu glauben, da steh ich schon ne halbe Stunde an und da drängelt sich der Typ einfach vor!" - Diesen Gedankengang hatte wohl jeder schon mal, der häufiger einen Freizeitpark besucht. Die "Vordrängler" werden immer frecher und lassen sich auch ganz viele Dinge einfallen.

Worauf sollte man nicht reinfallen, was tun die Parks gegen diese nervigen Personen und wie verhalte ich mich in einer solchen Situation? Auf diese uns weitere Fragen gibt es heute Antworten.

 
Die 10 häufigsten Sprüche der "Vordrängler"
 Platz 10:
 
Meinem Freund/Freundin ist übel und wir wollen raus. Der Weg nach vorn zur Bahn ist kürzer als wieder den Weg zurück zu gehen
   
 Platz 09:
 
Mein/Unser Kind hat sich eben angestellt und ist weiter vorne, das darf aber noch nicht alleine fahren
   
 Platz 08: Ich will nur mal schnell Fotos machen, komme gleich wieder zurück
   
 Platz 07: Ich will nur mal gucken... Ich trau mich doch gar nicht zu fahren
   
 Platz 06:
 
Ich stand eben schon ganz vorn, sollte aber schnell meine Tasche wegbringen und wiederkommen
   
 Platz 05: Ich bin Mitarbeiter des Parks, darf ich mal durch
   
 Platz 04: Mein Freund/Freundin arbeitet hier, ich will ihm/ihr nur kurz was sagen
   
 Platz 03:
 
Ich bin eben gefahren und hab hier irgendwo meinen Schlüssel, Geldbörse, o.ä. verloren. Darf ich mal vorbei...
   
 Platz 02: Ich stand eben vorne und musste ganz dringend zur Toilette
   
 Platz 01: Meine Familie/Freunde stehen da vorne, darf ich bitte durch
   


Was tun die Parks gegen die "Vordrängler"?

Leider nicht genug! Zumindest in Deutschland und weiten Teilen Europas. In vielen Fällen ist es den Operatern vollkommen egal und wenn man was sagt, erhält man als Gegenleistung ein Achselzucken oder wird noch komisch angeschaut. Mancher Bahnen laden die "Line-Jumper" förmlich dazu ein. Die "BlueFire" im Europapark ist ein solches Beispiel, denn wenn man sich hier in der "1.Reihe-Schlange" anstellt, kann man noch bis kurz vor der Station wechseln.

Ein positives Beispiel ist da der neue Coaster "SAW-The Ride" im englischen "Thorpe Park". Hier wird nicht nur aufgepasst, sondern es sind zusätzlich in regelmäßigen Abständen Schilder mit dem Verbot angebracht.

Die Strafen in amerikanischen Parks können äußerst drastisch ausfallen. Wer hier in manchen Parks versucht eine illegale Abkürzung zu nehmen, der kann sogar mit einem kompletten Parkverweis rechnen. Hier ein Zitat aus der Parkordnung von "Cedar Point":

"Our line jumping policy states that if you cut into a line of waiting guests, no matter what the reason, you are inviting dismissal from the park without refund of admission. This rule is strictly enforced. LINE JUMPING IS: “CUTTING IN FRONT OF OTHER WAITING GUESTS. LEAVING THE LINE, THEN ATTEMPTING TO REENTER. THIS INCLUDES USING THE REST ROOM FACILITIES OR TO PURCHASE FOOD OR DRINKS.” Once you leave your place in line, you have forfeited it, no matter what the reason. Saving a place in line is simply not permitted.
Quelle: Cedar Point
 



W
as könnten die Parks verbessern?

Natürlich kann man nie ganz verhindern, dass einige völlig charakterlos handeln und nach einer Abkürzung suchen. Die Voraussetzungen, diesen Personen das Leben etwas schwerer zu machen sind aber dennoch gegeben.

a) An erster Stelle sollten daher auch Parkmitarbeiter in dieser Hinsicht besser geschult werden und nicht einfach nur wegschauen oder primär das Schulterzucken perfektionieren.

b)  Außerdem kann man durch verschiedene Maßnahmen, wie z.B. "Single-Rider"-Eingänge die Wartezeiten grundsätzlich verkürzen, so dass ein "Line-Jumping" gar nicht mehr notwendig ist.

 

c)  Schilder, die vielleicht einige abschrecken, z.B. mit Androhung eines Parkverweises. Die nicht ganz so abgezockten "Drängler" lassen es dann sicherlich lieber sein, wer will schon den Parktag vorzeitig beenden.



Wie sollte man sich verhalten?

Diese Frage ist nicht ganz so einfach zu beantworten. Am besten, man handelt mit gesundem Menschenverstand. Vor allem sollte man aber nicht die typisch deutsche Mentalität des "Wegschauens" anwenden. Wenn jemand es auf dreiste Art versucht, dann ist es doch auch selbstverständlich, wenn man demjenigen mit ein paar deutlichen Worten die Grenzen aufzeigt. Wichtig ist auf jeden Fall: KEINE GEWALT! Man läuft schnell Gefahr, dass man am Ende selbst den Park verlassen muss.

Wenn man einen Mitarbeiter des Parks findet, sollte man ihn auf den "Vordrängler" hinweisen und abwarten was passiert. Macht er nichts, so hat er sicherlich auch noch einen Vorgesetzten. Allerdings darf man nicht die Verhältnismäßigkeit aus den Augen verlieren... bei allem Ärger, möchte man ja noch den Park genießen und nicht stundenlang nach einem höher gestellten Parkangestellten suchen.

Sollte jemand euch freundlich ansprechen und einen wirklich guten und vor allem glaubwürdigen Grund haben, dann sollte man auch mal ein Auge zudrücken. Schließlich gilt in jedem Park und bei jedem Besuch "Fun geht vor!"... Mit diesem Motto kann eigentlich nichts mehr schief gehen.

 

Autor: Marco Fiege
Bilder: stock.xchng

Alle Angeben auf dieser Seite sind ohne Anspruch auf Vollständigkeit und Korrektheit anzusehen. Wir haben die Daten nach Parkangaben und Internetrecherche nach bestem Wissen zusammengetragen. Verbesserungen und Ergänzungen nehmen wir gern unter unserer Mailadresse entgegen.







 




 

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